Oxyvenierung – Intravenöse Sauerstofftherapie

Oxyvenierung

Oxyvenierung = Intravenöse Sauerstofftherapie nach Dr. Regelsberger. Während bei einer Infusion Flüssigkeiten verabreicht sprich infundiert werden, handelt es sich hier um eine Insufflation von Sauerstoff.

Bei der intravenösen Sauerstoffinsufflation wird reiner, medizinischer Sauerstoff über eine sehr feine Kanüle in das venöse System eingebracht. 

Der Sauerstoff wird in kleinen Mengen und exakt dosiert zugeführt. Auf diese Weise perlen 10-60ml Sauerstoff in kleinen Bläschen in die Venen, die sich sofort im Blut lösen.

Vielfältige Einsatzbereiche der Oxyvenierung

Sauerstoff ist ein wichtiger Baustein in der komplementären Medizin.

Bei Gabe von Sauerstoff zeigten Untersuchungen Eosinophilie und die vermehrte Bildung des Hormons Prostacyclin im Lungenendothel, welche sich insgesamt antientzündlich und durchblutungsfördernd auf den Körper auswirken können.

So wird die Oxyvenierung hauptsächlich bei Durchblutungsstörungen und chronischen Entzündungen eingesetzt.

Dazu zählen auch Symptome wie Schlafstörungen, Schwindel, Erschöpfungszustände, Ödeme, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Wasseransammlungen in den Beinen, Polyneuropathien, Gedächtnisstörungen, Migräne, trockene Makuladegeneration, Hypercholesterinämie, Allergien und Pseudoallergien, Heuschnupfen und Asthma, mitochondriale Funktionsstörungen, Nieren- und Leberschwäche, Tinnitus, chronische Ekzeme, Psoriasis, Neurodermitis um nur einige aufzuzählen.

Es geht um Reaktivierung der körpereigenen Regenerationskompetenz.

Mögliche Wirkung der Intravenösen Sauerstofftherapie kurzgefasst

  • Gefäßweitstellung bis in kleinste Kapillare
  • Verbesserte Versorgung der Organe und aller Körperzellen mit Sauerstoff
  • Bildung neuer Kollateralgefäße und somit verbesserte Durchblutung
  • Katalysatorwirkung des Sauerstoff für nachfolgende Infusionen oder Medikamente
  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Bessere Versorgung mit Nährstoffen
  • Besserer Abtransport der Stoffwechselendprodukte.
  • Förderung des Immunsystems:
    • Anstieg von Immunglobulinen weißer Blutkörperchen (Eosinophile, Basophile), Antioxidantien und verschiedenster Aminosäuren.
  • Der Fettstoffwechsel wird positiv beeinflusst.
  • Der Blut-pH-Wert stabilisiert sich und Laktat-Werte normalisieren sich.

Intervall- und Dosierungsoptionen

Therapeutische Erfahrungen haben gezeigt, dass sich eine intervallartige Therapie am nachhaltigsten auswirkt.

Die Anwendung erfolgt zu Beginn einschleichend mit einer geringen Dosis von 1 ml / Minute bei einer Gesamtmenge von 10 ml. In Schritten von 5 bis 10 ml kann in weiteren Sitzungen gesteigert werden.

Ab einer Gesamtmenge von 30 – 40 ml kann die Infusionsgeschwindigkeit auf 2 ml / Minute eingestellt werden.

Nach der Infusion ist eine Nachruhzeit von 20 – 30 Minuten erforderlich, damit alle Sauerstoffbläschen resorbiert sind.

Eine einzelne Behandlung dauert circa eine Stunde. Dabei entfallen ungefähr 30-40 Minuten auf die Sauerstoffinsufflation, gefolgt von einer 20 minütigen Ruhephase.

Die Oxyvenierung ist empfehlenswert bei der Behandlung chronischer Beschwerden.

Sie wird in einer Kur von 10-20 Behandlungen durchgeführt um eine Langzeitwirkung zu aktivieren. Dazu sind im Minimum drei Behandlungen wöchentlich notwendig. Sinnvoll ist es, die ersten 10-12 Behandlungen innerhalb von zwei Wochen (mit Ausnahme des Sonntags) durchzuführen.

Durchführung der Oxyvenierung

Der Patient liegt möglichst flach auf der Behandlungsliege. Es sollten keine einengenden Ärmel, Pullover, Hemden getragen werden.

Nach Ende der Sauerstoffzufuhr liegen Sie noch ca. 20 Minuten und sitzen noch weitere 15 Minuten bevor Sie die Praxis verlassen.

Während der Sauerstoffkur sollten Sie starke Anstrengungen, wie Leistungssport vermeiden. Leichte körperliche Bewegung ist ratsam.

Was ist noch zu beachten bei der intravenösen Sauerstofftherapie

Nikotin vermindert die Wirkung der Behandlung, weshalb während der Behandlungszeit nicht geraucht werden sollte.

Nicht (oder nur nach Absprache) sollten eingenommen werden

  • Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen, Aspirin (in hohen Dosen), Paracetamol und Diclophenac
  • Rheumamittel
  • Kortison

Die Sauerstofftherapie hat keinen Einfluß auf den Quickwert (Stichwort Marcumar).

Nebenwirkungen

In seltenen Fällen kann es zu

  • Müdigkeit,
  • Gesichtsröte,
  • einem leichtem Kopfdruck oder
  • einem Druckgefühl im Brustkorb hinter dem Brustbein kommen oder
  • beim tiefen Einatmen zu einem Hustenreiz.

Diese Symptome vergehen relativ schnell. Ggf. ist dann die Geschwindigkeit oder Menge zu verringern.

Auch häufiges Wasserlassen kann vorkommen.

Kontraindikationen

Die Oxyvenierung wird als nicht belastende Therapie geschätzt, die in der Regel sehr gut vertragen wird.

Kontraindikationen, bei denen die Therapie nicht angewendet werden darf sind 

  • akute, fiebrige Erkrankungen
  • akuter Herzinfarkt oder
  • ein akuter Schlaganfall.

Das sind medizinische Notfälle, die intensivmedizinisch versorgt werden müssen.

Wie kann sich die Therapie auswirken

Die Wirkung der Therapie kann sich meist in subjektiven Wahrnehmungen (in Abhängigkeit der Beschwerden) zeigen, wie:

  • Messbare Verlängerung der Gehstrecke
  • Rasche Ödem Ausschwemmung
  • Verbesserte Schlaflänge- und tiefe
  • Besserung des Allgemeinbefindens
  • Deutliche Stimmungsaufhellung
  • Stärkung der Widerstandskraft gegenüber Infektionen
  • Abheilung des Ulcus curis

Objektive Wirkungen lassen sich belegen mittels:

  • Ultraschall-Doppler-Druckmessung (Gefäße)
  • Blutuntersuchungen (Leber- und Nierenwerte)
  • Blutdruckmessung
  • Verbesserung der Visuswerte (Makuladegeneration)
  • Normalisierung des Augeninnendrucks (Glaukom)

Diese Aufzählungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Kosten einer Anwendung

Der Aufwand für die Therapiesitzung ist überschaubar und sehr gut planbar. 

Die Kosten für eine einzelne Oxyvenierungsbehandlung belaufen sich auf 50 Euro.

Viele PKVen und private Zusatzversicherungen erstatten diese Therapie. Ob Sie persönlich einen Erstattungsanspruch haben, sollten Sie vor Behandlungsbeginn mit Ihrem Versicherer klären.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie weitere Fragen haben oder gerne einen Beratungs- bzw. Behandlungstermin in meiner Praxis vereinbaren wollen, erreichen Sie mich am Besten unter +49 2206 852083 oder +49 170 4551306 oder per E-Mail via Kontakt

Sie können auch direkt Online einen freien Termin reservieren, oder sich unverbindlich zu meinem Newsletter eintragen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.