Aderlass

Aderlass – ein klassisches Verfahren der modernen Regulationsmedizin

Der Aderlass ist eines der ältesten medizinischen Entlastungsverfahren – und hat bis heute seinen festen Platz in der naturheilkundlichen und orthomolekularen Praxis. Er dient dazu, das Blut „dünner“, den Stoffwechsel leichter und den Organismus spürbar entlasteter arbeiten zu lassen. Viele Patienten berichten nach wenigen Anwendungen über klareren Kopf, bessere Durchblutung und stabilere Energie.

Was ist Aderlass?

Beim Aderlass werden über eine sterile Kanüle 250–500 ml Blut in eine Vakuumflasche abgeleitet.
Ziel hierbei ist:

  • Reduktion von Hämatokrit und Viskosität
  • Regulation des Eisenstoffwechsels
  • Metabolische Entlastung (Leber, Gefäße, Stoffwechsel)
  • Anstoß der körpereigenen Regeneration

Typische Einsatzgebiete

  • Erhöhter Hämatokrit / Hb
  • Eisenüberschuss / Ferritin erhöht / Transferrinsättigung erhöht
  • Druckgefühle im Kopf, Hitzeempfinden, schwere Beine
  • Stoffwechseltypen mit „zäher“ Blutphysiologie
  • Unterstützung bei Fettstoffwechselstörungen (funktionelle Betrachtung)
  • Nach langen Stressphasen (viskositätserhöhende Effekte)

Ausschlusskriterien

  • Hb / Hämatokrit niedrigFerritin < 50 ng/ml (Stand: 2024)
  • Aktuelle Infekte / Fieber
  • Sehr niedriger Blutdruck
  • Gerinnungsstörungen / Blutverdünner
  • Schwangerschaft
  • Starke Erschöpfungszustände (vorerst stabilisieren)

Welche Laborwerte sollten vorher bestimmt werden?

Pflicht:

  • Hb
  • Hämatokrit
  • Ferritin
  • Transferrinsättigung
  • CRP (Entzündung; hämolytische Proben beachten)

Optional / je nach Fragestellung:

  • Leberwerte
  • Lipidprofil
  • Homocystein

Zielwerte (funktionell, Stand: 2024):

  • Hämatokrit: < 46 % (Frauen), < 48 % (Männer)
  • Ferritin: 50–100 ng/ml (Frauen), 60–120 ng/ml (Männer)
  • Transferrinsättigung < 45 %

Ablauf & Dauer

  • Dauer: 10–20 Minuten
  • Menge: 250–300 ml bei Erstbehandlung; bei Indikation bis 500 ml
  • Durchführung über Butterfly G21/G19 + Infusionsbesteck + Vakuumflasche
  • Lagerung: sitzend oder liegend, je nach Kreislaufstabilität

Wie oft sollte Aderlass durchgeführt werden?

  • Bei Eisenüberschuss: alle 4 Wochen, bis Zielwerte erreicht ist
  • Bei Viskositätsproblemen / Kopfdruck: alle 6–12 Wochen
  • Präventiv: 2–4× pro Jahr

Vorbereitung

  • Am Behandlungstag ausreichend trinken (0,5–1 l Wasser vorher)
  • Keine schweren Mahlzeiten kurz zuvor
  • Keine fieberhaften Infekte
  • Blutdruck kontrollieren

Nachbereitung

  • 10–15 Min. Ruhe½–1 l Wasser innerhalb der nächsten 2 Std.
  • Leichte Mahlzeit (Protein + Elektrolyte ideal)
  • Beobachtung: Kreislauf, Einstichstelle

Hinweise zu Sport & Alltagsbelastung

  • Kein Krafttraining am selben Tag
    • Sport wieder möglich: leichtes Training nach 24 Std.
    • intensives Training nach 48 Std.
    • Hitze vermeiden (Sauna, sehr heiß duschen)
  • Am Aderlasstag kein Alkohol

Ihr nächster Schritt

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