Verspannungsmuster Magen

Verspannungsmuster Magen

Fehlende Entspannungsfähigkeit = Verspannungsmuster Magen.

Dies IST das große Thema dieses Verspannungsmusters.

Es ist das Verhältnis zwischen Sympathikus (Leistung, Aktivität) und Parasympathikus (Regeneration, Verdauung). Wenn der Magen dauerhaft verspannt ist, kann das nach meiner Erfahrung auf ein Problem in der Lebensführung (Vergangenheit oder Gegenwart) hindeuten. Die weiteren organischen Anpassungen von Darm, Niere, Lunge oder Herz erfolgen teilweise zeitgleich bzw. nachfolgend.

Das Verspannungsmuster Magen kann sich unter anderem mit folgender Symptomenliste äußern, wobei klar sein sollte, dass nicht alles auf einmal sich zeigt oder auftritt:

  • ständige Anspannung, auch in Ruhe
  • Reflux (obwohl nicht jeder Reflux seinen Ausgangspunkt beim Magen hat)
  • nervöser oder auch krampfender Magen
  • Magenschmerz nach dem Essen
  • linksseitige Beschwerden
  • Schwindel bei Stresserhöhung
  • Kopfschmerz durch Schulter – Nacken – Syndrom bei Stresserhöhung
  • Tennisarm, auch rechtsseitig
  • überhöhte Produktion von Adrenalin / Noradrenalin
  • permanent erhöhter Muskeltonus
  • nervöse Unruhe, ständige Gereiztheit
  • Verdauungsbeschwerden, Verstopfung / Durchfall
  • Kalkschulter
  • Bursitis
  • Einschränkung der Atemhilfsmuskulatur M. serratus anterior – zeigt an, wie flach man atmet
  • Aktivierung der Herzfrequenz, Atemfrequenz
  • Mehrverwenden des Kohlenhydratstoffwechsels, eine „Übersäuerung“ des Organismus.

Der Magentyp ist etwas schwerer zu diagnostizieren. Wenn auf der rechten Seite ein Schmerz beim Brustwirbel 7 / 8 sich einstellt, hat dies zunächst nichts muskuläres zur Grundlage. Lediglich eine Aussage über die Stärke der Belastung des Magens ist an dieser Stelle zu spüren. In diesem Fall ist dann eher das Organ zu entlasten.

Wenn Magen, dann auch auf den Dickdarm achten


Wenn der Magen verspannt ist, erfolgt zudem über das sympathische Nervensystem eine Gegenspannung am Blinddarm, nicht zu verwechseln mit dem Appendix, sondern Teil des Dickdarms. Die Aufhängung des Dickdarms befindet sich allerdings hinten. Bei dem Verspannungsmuster Magen wird oft auch der Dickdarm angesteuert. Das führt dazu, dass das Becken nicht eindeutig nach dem Magenmuster verschoben ist, also eigentlich Becken rechts hoch und links nach hinten verdreht.

Der verspannte Magen erzeugt eine diagonale Anpassung des Blinddarmbereichs. Dieser Bereich ist zuständig für die Wasserabscheidung. Erhöhte Spannungen können dazu führen, dass dieser Bereich in seiner Funktion abnimmt. Der Stuhl kann dann mal zu dick oder zu dünn sein.

Eine weitere Beobachtung, die ich in der Praxis machen konnte, ist das dauerhafte Spannungs- und damit Entzündungszustände der Darmbereiche diverse Erreger quasi anlocken bzw. sich vermehren lassen. Die Bekämpfung der Erreger beseitigt allerdings nicht die Ursache, nämlich den dauerhaft erhöhten Muskeltonus.

Durch die Auflösung der Ursache des dauerhaft erhöhten Muskeltonus und eine Umstellung auf qualitative gesunde Kost kann es meiner Ansicht nach gelingen, die Pathogene des Darms in die Re-Harmonisierung zu überführen. In der ganzheitlichen Betrachtung des Körpersystems ist dabei möglicherweise Traumaarbeit, sowie Psychohygiene nicht auszuschließen. Zellen speichern alle unsere Erfahrungen. Es kann auch Übertragungen geben von der Mutter zum Kind.

Durch die gleichzeitig minimierte Aktivität der parasymptahischen Nerven steht auch der absteigende Dickdarm unter Spannung. Dies führt in der Rückkopplung nach meiner Erfahrung zu Schmerzempfindungen im Lendenwirbelbereich bzw. Ileosakralbereich.

 

Beckenschiefstand, Dickdarmfalte und Trommelbauch


Wenn der Dickdarm bei diesem Muster mitverspannt, dann erlebe ich es in der Praxis, dass das Becken rechts beim Beugen hoch geht und links hinten steht, noch häufiger aber nach links hinten hoch geht (wie beim Verspannungsmuster Leber). Dies liegt an der Spannung des absteigenden Dickdarms, der am Becken auf der linken Seite befestigt ist. Es kommt dann zu einer dreidimensionalen Verschiebung des Beckens wie beschrieben.

Bei Frauen findet sich in der Praxis häufig eine Dickdarmfalte und bei Männern sehe ich dann einen Trommelbauch, der durch Gasbildung des Dünndarms zudem beeinflusst ist.

Insofern ist meiner Erfahrung nach in der Therapie nicht nur die manuelle Therapie für die axiale Ausrichtung förderlich, sondern auch für eine Entlastung des Dickdarms zu sorgen.

Übrigens sind nach den Erfahrungen meiner Patienten hinsichtlich solcher Schmerzmittel wie Diclofinac und Voltaren eher weniger zuträglich. Während nach den Erfahrungen der Patienten mit dem Verspannungsmuster Leber weniger Ibuprofen, sondern besser Diclofinac vertragen wird. Dies erwähne ich nur, weil es manchmal ohne solche Schmerzmittel nicht geht.

Wer sich auf Homöopathie einlassen mag, ist aus meiner Sicht langfristig ganzheitlich und nachhaltig hinsichtlich der Nebenwirkungen gut aufgehoben.

 

Wie das Zwerchfell auf Verspannung innerer Organe reagiert und weitere Folgeerscheinungen


Egal ob Leber oder Magen verspannen, sie geben immer auf der ganzen Linie die Spannung an das Zwerchfell weiter. Das Zwerchfell steckt dann sozusagen in der Klemme. Folge davon ist eine Flachatmung. Das hört sich immer recht niedlich an. Ist es aber nicht, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass mit so einer Fixierung des Zwerchfells zum Beispiel 25 – 30 % des Lungenvolumens nicht mehr wirklich beatmet werden kann.

Eine chronische Zwerchfellverspannung kann unter anderem einen Rundrücken, auch einseitig, Verhärtungen, Kalziumeinlagerungen, als Steigerungsform Frozen Shoulder, Bursitis (Schleimbeutelentzündungen) sowie Bewegungseinschränkungen der Arme verursachen. Die Muskeln im Bereich des Schulterblattes (Mm. rhomboidaeus, subscapularis und teres major) verspannen sich in solchen Fällen auch und das bedeutet, dass die Rotatorenmanschette auch nicht mehr gut arbeiten kann. In meiner Praxis sehe ich dann Patienten, die die Arme nicht mehr schmerzfrei über ihren Kopf und / oder seitlich hoch heben können.

 

Schmerz als Folge von zu viel Spannung auf den Muskeln


Die meisten Verletzungen haben oft eine lange Vorgeschichte. Die Anpassungen auf Fehlbelastungen finden unter anderem im unteren Bandscheibenbereich statt.

Der Magen steht mit dem rechten Anteil des Trapezmuskels in Korrespondenz und schränkt so die Bewegung des Kopfes nach links ein. Wenn aber der Kopf bei der Bewegung auch nach rechts eingeschränkt ist, ist eine Verschiebung des Atlas (1. Halswirbel) zu überprüfen, die sich immer nach der vorwiegenden Gehirntätigkeit richtet.

Wenn Schmerzen in der Schulter auftauchen muss immer die Beweglichkeit des Gelenks mitgetestet werden. Verspannte Muskeln müssen immer interpretiert werden in Bezug auf die spinale Verbindung zu den Organen. Eine veränderte Ansteuerung der Gelenke und dauerhafte Überlastung der medialen großen Gelenke (Hüftgelenk, Schultergelenk) führt zu einer höheren Beanspruchung der feinmotorischen Gelenke (Hand, Fuß).

 

Auslöser des Verspannungsmusters Magen


Einseitige Beanspruchungen (u.a. Stress, einseitige Bewegungen) führen zu einer Überlastung einzelner Körpersysteme. Überlastete Systeme können nicht mehr ausreichend regenerieren. Das Ergebnis ist ein mechanisch ablaufendes, in sich starres Bewegungsmuster bzw. -system.

Ausgangspunkt sind vegetative Reaktionen auf die alltäglichen Reize des menschlichen Körpers. Bei den überwiegend anspannenden Reizen wird der Sympathikus aktiviert, was zu bestimmten organischen Anpassungen führt, z.B. Plattfuss, X-Bein, Rippenbuckel.

Die Erhöhung des Muskeltonus und die Mehrbelastung einzelner Organe werden im Gehirnarealen des Hirnstamms abgelegt. Die Veränderungen werden als normal empfunden, sind aber mechanisch unfunktionell und wirken elektrisch anspannend.

Die veränderten elektrischen Impulse werden über die vegetativen Nervenstrukturen an die organischen Systeme (Organe, Muskeln) zurück geschickt. Es gibt eine Rückkopplung. Diese Fehlsteuerung führt zu einer dauerhaften Mehrbelastung von einzelnen Organen und Muskeln.

 

Grafische Darstellung des Verspannungsmuster Magen

 

Verspannungsmuster Magen

 

Fehlstellungen und vorauszusehende Schmerzpartien


Durch einseitige Verspannung von Magen oder Leber kommt es zur Verschiebung der Schulterachse.

Es kommt zur Verschiebung in der Brustwirbelsäule. Hals- und Lendenwirbelsäule machen die Gegenanpassung für die Erhaltung des Gleichgewichts.

Die Extremitäten passen sich der Fehlstellung der Schulter und des Beckens an. Knieprobleme sind meistens eine Antwort auf die Stellung des Beckens.

Ein Zipperlein mal hier oder da, kommt und geht. Noch macht der Mensch sich darüber keine Gedanken. Doch die permanente Fehlinfo des vegetativen Nervensystems führt in eine stabile Fehlhaltung.

Dies führt nach meiner Erfahrung zu einer Veränderung der Skelettstellung (Beckenschiefstand, Schulterhochstand, Fehlstellungen der Gelenke) sowie zu spiralförmigen Anpassungen im Bewegungsapparat (Knieprobleme, Fußprobleme z.B. Halux Valgus).

Dauerhafte Fehlbewegungen führen meiner Erfahrung nach zu der einen „dummen“ Bewegung, z.B. bei der sportlichen Aktivität, im weichen Bett oder morgens beim Griff nach der Zahnbürste.

 

Ziel der axialen Ausrichtung


Ziel der axialen Ausrichtung ist es neben einer guten Entspannung grundsätzlich auch für mehr Beweglichkeit zu sorgen.

Es geht nicht nur um körperliche Bewegungen, sondern auch um die Atembewegungen sowie um die „mentalen“ Bewegungen.

Eine Entspannung des Körpers führt nicht nur zu einer Abnahme der Stressreaktionen des Körpers (Symbol Magen), sondern gleichzeitig zu einer Normalisierung des Stoffwechsels (Fettstoffwechsels) und damit auch zu einer Entlastung der Leber.

Ziel der Therapie soll eine Verbesserung der Gelenksbeweglichkeit der medialen Gelenke sein, die wiederum zu einem Spannungsabbau der peripheren Gelenke (Hand, Fuß) beiträgt.

Die Auswahl der gymnastischen Übungen erfolgt zuerst, um die Probleme der Gelenke in Griff zu bekommen. Bei zwei – drei übereinanderliegenden Verspannungsmustern, muss nach dem Zwiebelsystem eins nach dem anderen abgebaut werden.

Beispielsweise: Tennisarm

  1. Verspannungsmuster Leber: Schulterachse rechts hoch.
  2. Verspannungsmuster Magen: Zwerchfell – Lunge – Schulterachse – Bizeps / Brust (ventral) – brachioradialis – Punkt Muskelbauch oder lateral Ellenbogengelenk = Tennisarm.

 

Weitere Körper Balance Übungen


Das Training beginnt in der Körpermitte. Hierbei geht es um das Bauchtraining und damit die Stimulans der Bauchorgane. So kann die Auflösung der Spiraldynamik beginnen.

Der zweite Trainingsschwerpunkt liegt weg vom körperlichen Problem, um das Körpersystem auszurichten und die inneren Widerstände zu beseitigen. Unter anderem geht es um Beuge- und Streckmuster sowie Rotationsübungen an den Gelenken.

Der dritte Trainingsschwerpunkt beschäftigt sich mit dem körperlichen Problem. Hier geht es um den Ausgleich der körperlichen Dysbalancen am Gelenk. Man beachte dabei die intermuskuläre Bewegungsführung.

Merksatz für alle Trainings: Körpermitte – Weg vom Problem – Hin zum Problem

Hier können Sie als pdf weitere Übungen herunter laden: Problem ISG, Problem Schulter – Nacken.

 

Was Sie tun können für ein ausgewogenes An- und Entspannungsverhältnis


Neben der manuellen Therapie sind folgende Möglichkeiten zum Erreichen eines ausgewogenen Entspannung zu nennen:

  • Meditation, z.B. Herz – Hirn – Kohärenz (Dauer 3 Minuten)
  • Eigenreflexion
  • Bearbeiten mentaler Glaubenssätze, emotionaler Triggerpunkte – Resilienz erreichen
  • Traumatherapie, Familienstellen
  • Körpertherapie, z.B. metamorphische Fußmassage
  • Atemtherapie
  • Hypnose
  • Ernährungsumstellung, z.B. Stoffwechselumstellung, Basenfasten, Rohkost, Low Carb, Keto usw.
  • Bewegung, z.B. täglich 10.000 Schritte, Yoga, Qi Gong, Tanzen, Schwimmen, Radfahren

Weitere Zusammenhänge habe ich unter anderem in Körper Balance, Verspannungsmuster Leber beschrieben.

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Besonderer Hinweis zum Heilmittelwerbegesetz (HWG):


Den in meiner Praxis angebotenen Therapieverfahren liegen keinerlei Heilversprechen zugrunde. Aus den  Texten kann weder eine Linderung noch eine Besserung eines Krankheitszustandes abgeleitet, garantiert oder versprochen werden.

Bei den hier vorgestellten Behandlungsmethoden handelt es sich um Verfahren der alternativen Medizin, die wissenschaftlich noch nicht anerkannt sind. Alle Angaben über Eigenschaften, Wirkungen und Indikationen beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen innerhalb der Therapiemethoden selbst.

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