Hormone im Mangel?

Hormone im Mangel

Wenn die Hormone im Mangel sind, treten verschiedene endokrinologische Erkrankungen auf, die mittlerweile fast jederfrau bzw. jedermann geläufig sind, wie zum Beispiel: 

  • PMS (prämenstruelles Syndrom in allen Ausprägungen), Zyklusbeschwerden, Myome und Zysten
  • Klimakteriumsbeschwerden, Hitzewallungen
  • Leistungsschwäche, Erschöpfung, Burnout
  • Schilddrüsenerkankungen, Knoten, Struma
  • Abwehrschwäche, Allergieneigung
  • Haut- und Haarprobleme, Schleimhauttrockenheit
  • u.v.m.

Nicht alle genannten haben als einzigen Auslöser ein hormonelles Ungleichgewicht, aber alle können eine hormonelle Komponente haben.

Frauen und Männer können betroffen sein.

Über welche Hormone sprechen wir

Wir sprechen über 3 Hormonklassen.

  1. Steroidhormone. Zu denen zählen alle Sexual- und Nebennierenhormone, wie Estradiol, Estriol, Progesteron, DHEA, Testosteron, Cortisol. Die Ausgangssubstanz der Steroidhormone ist übrigens Cholesterin. Es sind lipophile Moleküle, d.h. sie sind fettanhaftend und somit transdermal aufnehmbar über Mund- und Schleimhaut.
  2. Aminosäurederivate. Dazu zählen z.B. Melatonin, Serotonin, Thyroxin. Aminosäuren sind die Grundbausteine. Die Moleküle können sowohl lipophil als auch hydrophil (wasserlöslich) sein.
  3. Protein- und Polypeptidhormone. Insulin, Glukagon, FSH (Folikelstimulierendes Hormon für die Eireifung). Diese hydrophilen Moleküle haben ein sehr hohes Molekulargewicht.

Was man über Hormone wissen muss

Bereits kleinste Veränderungen der Hormonkonzentration können unter Umständen weitreichende Folgen zeigen.

Im Labor werden Hormone in Pikogramm gemessen.Dabei stellt sich die Zahl so dar, dass 1 Pikogramm = 1/1 000 000 000 000 Teil (1 Billionstel Teil) vom Gramm bedeutet.

Jedes Pikogramm ist stoffwechselaktiv. Es handelt sich hierbei also um Präzisionsarbeit. 

Die Ausschüttung von Hormonen, um alles am Laufen zu halten, erfolgt über eine Hierarchie, die wir als Regelkreise verstehen. Dieses komplexe Regelsystem sorgt für die Ausschüttung bestimmter Hormone, um Stoffwechselprozesse anzustoßen, aber auch für Hormone, die ebendiese Prozesse beenden.

Als Folge einer hormonellen Dysbalance oder eines Hormonmangels können

  • Leistungsschwäche
  • Erschöpfung
  • bei Männern als Estradioldominanz z.B. Verweiblichung, Brustbildung, Libidoverlust, Prostatahyperplasie vorkommen.

Hormone im Mangel - Symptome im Überblick

Hier habe ich die wichtigsten Mangelsymptome, die erfahrungsgemäß in der Praxis vorkommen, für den Überblick in einer Tabelle zusammen gefasst. Die Liste ist nicht vollständig und in der Reihenfolge der Mangelsymptome nicht maßgeblich.

HormoneDHEAProgesteronÖstradiolÖstriolTestosteron
Für

Anti-Aging

Immunsystem

Stressmanagement

Innere Balance

Guten Schlaf

Eisprung

Temperatur

Schleimhäute

Muskelpower

Tatkraft

MangelTrockene, dünne HautPMS in allen VariationenTrockene, faltige HautTrockene, überempfindliche SchleimhäuteMuskelschwäche
 Gefühl Unsicherheit, Angst, Traurigkeit

Wasser-

einlagerungen

Verminderte Fruchtbarkeit (Eisprung kann nicht stattfinden)Ausbleibende SchwangerschaftMangel an Selbstbewußtsein, Ängstlichkeit
 Leichter Schlaf, wenig/keine TräumeSchlafstörungenSchlafstörungenInfektionen, Blaseninfekte, gereizte Blase, PilzbefallBindegewebsschwäche, Cellulite
 Mangelnde LibidoVerminderte LibidoMangelnde LibidoSchmerzhafter GVNachlassende Libido, Potenzstörungen
 Geringe StresstoleranzVermehrtes Fettgewebe, v.a. am BauchSteigert Bildung von GerinnungsfaktorenGelenkschmerzenMuskelschwäche
 Trockenes, glanzloses HaarMyome, ZystenDünner werdendes Kopfhaar, HaarausfallAugenentzündungen, trockene Augen, insbesondere bei älteren MenschenHerzschwäche, erhöhtes Herzinfarktrisiko
 Verringerung KörperbehaarungStörungen der Schilddrüsen-tätigkeitVermehrte Gesichtsbehaarung Verminderter Bartwuchs
 Verminderte ImmunabwehrKonzentrationsschwäche, Denk- und Merkstörungen. Innere Unruhe, NervositätVermehrtes Schwitzen, Hitzewallungen u./o. Nachtschweiß Anstieg des Körpergewichts mit Zunahme des viszeralen Körperfettanteils

Was hat Cholesterin mit Hormonen zu tun?

Unser Körper bildet selbst Cholesterin.

Cholesterin ist der Ausgangsstoff für alle Hormone und wichtig für das Ablaufen des Hormonsynthesewegs.

Bei erhöhten Cholesterinwerten und diffuser Symptomatik lohnt es sich also auch mal an eine Hormonmangelproblematik zu denken.

Ursachensuche bei hormoneller Dysbalance

In der naturheilkundlichen Praxis können aus meiner Erfahrung folgende Ursachen für hormonelle Dysbalancen gefunden werden:

Je nach Beschwerdebild und Anamnese kann ich mittels geeigneter labordiagnostischer Methoden dem Tanz der Hormone auf die Spur kommen und Sie durch Ihren Prozess begleiten.

Ihr nächster Schritt

Haben Sie noch Fragen? Möchten Sie gerne einen Beratungstermin vereinbaren? Sprechen Sie mich einfach an, Sie erreichen mich unter +491704551306 oder per E-Mail via Kontakt.

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